Begriff

Voraufführung

Eine Voraufführung ist eine Aufführung oder Filmvorführung vor Publikum, die vor der offiziellen Premiere stattfindet. Der Duden führt Preview als gleichbedeutend und Vorpremiere als Bezeichnung für eine noch vor der offiziellen Premiere erfolgende Aufführung, besonders eines Films.

Im Theater dient eine Voraufführung dazu, eine Produktion vor Publikum zu erproben, bevor sie offiziell herauskommt. Das britische Theaterportal WhatsOnStage beschreibt Previews im Juli 2026 als öffentliche Vorstellungen vor der offiziellen Presseaufführung, in denen eine Produktion noch in Arbeit ist: Szenen werden neu gestellt, Text wird gestrichen, Licht angepasst. Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel stammt die Tradition solcher Vorpremieren aus dem Theater; am Broadway waren Mitte der 1950er-Jahre mehrere Voraufführungen üblich, oft tryout genannt.

Im Film bezeichnet preview nach dem Kieler Lexikon jede Vorführung vor der Premiere, also vor Beginn der Auswertung. Das Publikum kann aus Filmteam, Verleih, Rechtekäufern oder Presse bestehen. Seit den 1920er-Jahren werden Previews auch als Testvorführungen mit ausgewähltem Publikum genutzt, dessen Rückmeldungen zu Änderungen am Film führen können. Eine Pressevorführung zeigt einen Film vorab Journalistinnen und Journalisten, damit zum Kinostart Kritiken erscheinen.

Von der Generalprobe unterscheidet sich die Voraufführung dadurch, dass sie ausdrücklich vor Publikum stattfindet; ob eine Produktion ihre Generalprobe öffentlich zeigt oder eigene Voraufführungen ansetzt, ist verschieden. Eine Wiederaufnahme bringt dagegen eine bereits gezeigte Inszenierung nach einer Pause zurück und liegt nach der Premiere.

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