Begriff
Miniserie
Eine Miniserie ist eine Fernsehserie aus wenigen Folgen, die zusammen eine abgeschlossene Geschichte erzählen. Der Duden beschreibt sie als aus wenigen Folgen in nur einer Staffel bestehende Film- oder Fernsehserie. Gleichbedeutend wird der Ausdruck Mehrteiler gebraucht. Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel geht Miniserie auf das amerikanische „miniseries“ zurück und verdrängt ältere Bezeichnungen wie Zwei- oder Dreiteiler.
Das Kieler Lexikon hebt hervor, dass eine Miniserie anders als eine fortlaufende Serie als Ganzes konzipiert und meist zusammen abgedreht wird; die Folgen werden getrennt gesendet. Als erste Miniserie im engeren Sinn gilt dort die Familiensaga „Rich Man, Poor Man“, die 1976 beim US-Sender ABC lief. Von der Daily Soap unterscheidet sie das geplante Ende, von der Telenovela der geringe Umfang. Eine Staffelserie kann dagegen in weiteren Staffeln fortgesetzt werden.
Der Medienwissenschaftler Florian Krauß beschreibt 2018, dass in der deutschen Branche Miniserien mit Eventcharakter als eigener Typ gelten: Sie haben relativ wenige Folgen und eine lange Vorbereitungszeit, berühren sich mit dem mehrteiligen Fernsehfilm und behandeln häufig historische Stoffe. Weil die Folgen meist zusammen gedreht werden, kann ein Drehplan Szenen verschiedener Folgen nach Drehort und Verfügbarkeit nebeneinanderstellen.

