Begriff
Hörbuchsprechen
Hörbuchsprechen bezeichnet das Einsprechen eines Buchtexts für ein Hörbuch. Ein Hörbuch ist nach dem Duden ein auf CD, als Audiodatei oder auf ähnliche Weise aufgezeichneter gesprochener Text eines Buchs. Die sprechende Person vermittelt Erzählung, Stimmung und Figuren allein mit der Stimme; Bild und Bühne kommen nicht hinzu.
Wie eine solche Produktion abläuft, beschreibt ein Bericht über den Hörbuchverlag Lübbe Audio aus dem Jahr 2018. Danach wird zunächst entschieden, ob ein Titel gekürzt oder ungekürzt erscheint und ob er als Lesung oder als Hörspiel umgesetzt wird; für eine gekürzte Lesung entsteht eine eigene Lesefassung. Bei der Wahl der Sprecherin oder des Sprechers spielen unter anderem Erzählperspektive, Genre sowie Alter und Charakter der Figuren eine Rolle. Aufgenommen wird in einer schallgedämmten Kabine. Regie und Tontechnik achten auf Interpretation, Aussprache und Nebengeräusche, im Schnitt werden Versprecher, Wiederholungen und störende Geräusche entfernt.
Ein Hörspiel inszeniert dagegen eine Handlung mit verteilten Rollen, Geräuschen und Musik; im Handel werden beide Formen mitunter gemeinsam als Hörbuch angeboten. Voice-over bezeichnet im engeren Sinn eine Stimme über einer Bildfolge, Synchronsprecherinnen und -sprecher gestalten die Stimme einer bereits dargestellten Figur. Eine szenische Lesung findet vor anwesendem Publikum statt. Sprechkunst benennt die künstlerische Sprechleistung, die auch im Hörbuch gefragt ist; die Technik der Aufnahme betrifft das Mikrofonsprechen. Die Arbeit am Text und im Studio vertieft der Beitrag „Sprecher*in für Hörbuchaufnahmen: Eine Herausforderung für Stimme und Nerven“.

