Begriff
Option (Drehtagoption)
Eine Option ist im Film- und Fernsehbetrieb eine vorläufige Reservierung von Terminen für eine Produktion, bevor diese Tage fest gebucht sind. Darstellende halten die optionierten Tage frei, während die Produktion Besetzung und Drehplan klärt. In der Buchungspraxis von Agenturen wird die Option als unverbindliche Reservierung beschrieben; die Tage werden erst mit der Bestätigung fest gebucht oder mit der Freigabe wieder verfügbar.
Das Wort stammt aus der Rechts- und Wirtschaftssprache. Dort bezeichnet eine Option ein Vorrecht, etwas innerhalb einer Frist zu festgelegten Bedingungen zu erwerben. Im Drehalltag wird der Ausdruck weniger streng gebraucht. Ob eine Option bindet, wer sie bis wann bestätigen oder freigeben muss und ob für reservierte Tage eine Vergütung anfällt, ergibt sich deshalb aus der jeweiligen Absprache.
Von der Option zu unterscheiden sind vertraglich vereinbarte Bereitschaftszeiten. Der Schauspieltarifvertrag in der Neufassung vom Dezember 2024 versteht darunter Vertragszeiten, in denen sich Darstellende für Änderungen der Produktionsplanung zur Verfügung halten müssen. Exklusivität betrifft dagegen die Frage, ob während der Vertragszeit andere Tätigkeiten erlaubt sind. Nach dem TV FFS in der Fassung vom 12. Oktober 2024 dürfen gegen Tagesgage Beschäftigte während der Vertragszeit auch anderweitig arbeiten, wenn sie den neuen Vertragspartner auf bestehende Verpflichtungen hinweisen; werden sie für dieselben Tage mehrfach angefordert, geht die früher eingegangene Verpflichtung vor.

