Begriff

Feldenkrais-Methode

Die Feldenkrais-Methode ist eine körperorientierte Lernmethode, die auf Moshé Feldenkrais (1904–1984) zurückgeht. Sie arbeitet mit der Wahrnehmung eigener Bewegungen: Lernende erkunden, wie Körperteile zusammenwirken und wie sich Bewegungsabläufe mit weniger überflüssiger Anstrengung organisieren lassen. Feldenkrais, promovierter Physiker, Ingenieur und langjähriger Judolehrer, nannte die Wahrnehmung von Bewegung und Körperlage kinästhetische Bewusstheit.

Die Methode wird in zwei Formen unterrichtet. In der Gruppenarbeit „Bewusstheit durch Bewegung“ leitet eine Lehrkraft die Teilnehmenden mit Worten durch kleine, einfache und langsame Bewegungsfolgen und lenkt die Aufmerksamkeit auf bestimmte Einzelheiten. Die Einzelarbeit „Funktionale Integration“ geschieht überwiegend durch leichte, genaue Berührung statt durch Sprache.

In Tanz, Theater und Musik wird die Methode als Form der Körperarbeit genutzt; Schauspielende, Singende und Tanzende arbeiten seit Jahrzehnten mit ihr. Sie ist jedoch keine Schauspieltechnik der Rollen- oder Szenenarbeit. Aussagen über gesundheitliche Wirkungen gehören nicht zu dieser Begriffsbestimmung und müssten für einzelne Anwendungen gesondert geprüft werden. Mit der Alexander-Technik wird die Methode häufig gemeinsam genannt; beide unterscheiden sich jedoch in Begründer, Begriffen und Unterrichtsformen.

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