Begriff

Freies Theater

Freies Theater bezeichnet professionelle Theaterarbeit außerhalb der dauerhaft öffentlich getragenen Stadt- und Staatstheater und Landesbühnen. Dazu gehören freie Gruppen und Kollektive, einzelne Künstlerinnen und Künstler sowie Theater- und Tanzhäuser, die in diesem Feld arbeiten. Gebräuchlich sind auch die Ausdrücke freie Szene und Off-Theater. In kulturpolitischen Zusammenhängen ist zudem von den freien darstellenden Künsten die Rede.

Typisch ist eine projektbezogene Arbeitsweise. Statt eines festen Ensembles kommen die Beteiligten häufig für eine bestimmte Produktion zusammen. Finanziert wird diese Arbeit oft über Förderungen einzelner Vorhaben. Der Fonds Darstellende Künste unterstützt nach eigener Beschreibung vorrangig Projekte freier Gruppen, eigens für ein Projekt zusammengesetzter Ensembles und einzelner Künstlerinnen und Künstler. Auf Bundesebene vertritt der Bundesverband Freie Darstellende Künste die Interessen dieses Feldes.

„Frei“ beschreibt hier die Organisationsform, nicht einen bestimmten Stil. Gemeint ist professionelle Arbeit; Amateur- und Laientheater sind eigene Bereiche. Auch privatwirtschaftlich betriebene Privattheater bilden einen eigenen Bereich. Vom freien Theater zu unterscheiden ist außerdem die freie oder selbstständige Beschäftigung: Auch öffentlich getragene Häuser arbeiten für einzelne Produktionen mit zeitweise beschäftigten oder selbstständigen Künstlerinnen und Künstlern. Eine Stückentwicklung beschreibt wiederum eine Arbeitsweise und keine Betriebsform; sie kann in einer freien Gruppe ebenso stattfinden wie an einem Stadttheater.

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