Begriff

Theater des Absurden

Theater des Absurden ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche dramatische Werke, die gewohnte Handlungslogik und gelingende Verständigung infrage stellen. Der Theaterwissenschaftler Martin Esslin verband den Begriff unter anderem mit Samuel Beckett und Eugène Ionesco. Die Autoren bildeten keine einheitliche Schule mit verbindlichen Regeln.

Wiederholungen, widersprüchliche Aussagen, stockende Gespräche oder ein ausbleibender Fortgang können die Darstellung prägen. Komische und bedrohliche Momente stehen dabei mitunter nebeneinander. In einer eigenen fiktiven Szene versichern sich zwei Figuren immer wieder, dass sie gleich aufbrechen, während sich ihre Situation nicht verändert.

Solche Formen sind nicht allein deshalb bedeutungslos, weil eine vertraute Erklärung oder eindeutige Auflösung fehlt. Sie können etwa Orientierungslosigkeit und die Grenzen von Sprache darstellen. Der Begriff beschreibt einen Zusammenhang von Werken und Ausdrucksformen, keine Übung oder einzelne Schauspieltechnik.

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