Begriff

Abendspielleitung

Abendspielleitung bezeichnet im Theater die künstlerische Betreuung laufender Vorstellungen nach der Premiere. Die zuständige Person achtet darauf, dass eine Inszenierung so gespielt wird, wie sie in den Proben erarbeitet wurde. Im Vorstellungsbetrieb vertritt sie dabei die Regie. Das Wort bezeichnet sowohl diese Aufgabe als auch die Person, die sie übernimmt.

An vielen Häusern übernimmt die Regieassistenz diese Funktion, weil sie die Proben begleitet und das Regiebuch geführt hat. Stellenausschreibungen verbinden beide Aufgaben deshalb häufig. Zur Abendspielleitung können Rückmeldungen an die Darstellenden, die Einweisung bei kurzfristigen Umbesetzungen und Proben für Wiederaufnahmen gehören. In großen Showproduktionen im En-suite-Betrieb, in dem eine Inszenierung über lange Serien gespielt wird, gibt es auch eigene Stellen für diese Tätigkeit.

Die Inspizienz koordiniert dagegen den technischen und organisatorischen Ablauf einer Vorstellung, etwa die Einsätze für Licht, Ton und Auftritte. Beide Bereiche arbeiten eng zusammen. An manchen Theatern übernehmen Regieassistenzen im Wechsel auch die Inspizienz; die Funktionen bleiben dennoch verschieden. Maßstab der Abendspielleitung ist die erarbeitete Inszenierung. Tagesaktuelle Anpassungen, etwa bei einer Umbesetzung, stimmt sie mit den beteiligten künstlerischen und technischen Abteilungen ab.

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