Begriff

Pilotfilm

Ein Pilotfilm, kurz Pilot oder Pilotfolge, ist eine Probefolge, mit der das Konzept einer geplanten Fernsehserie erprobt wird. Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel bezeichnet ihn als „Prototyp und einmalige Erprobung des geplanten Serienkonzepts“. Der Duden beschreibt ihn als Film, der einer Serie oder Sendung vorausläuft und mit dem das Interesse des Publikums getestet werden soll.

Nach dem Kieler Lexikon entsteht ein Pilot meist als aufwendig produzierte Eröffnungsfolge oder als eigenständiger Fernsehfilm; manchmal werden die ersten beiden Folgen zusammenhängend als Pilot gedreht. Mit ihm fällt die Entscheidung, ob ein Projekt in Produktion geht oder eingestellt wird. Ein Pilot kostet nach derselben Quelle etwa so viel wie ein Fernsehfilm und ein Vielfaches einer regulären Folge, weil Kulissen, Kostüme und Requisiten zunächst für ihn entstehen und ihre Kosten erst in der seriellen Fertigung sinken.

Ein Backdoor Pilot ist eine Sonderform: Eine Folge einer laufenden Serie oder ein Fernsehfilm stellt Figuren vor, die bei Erfolg eine eigene Serie erhalten können, häufig als Ableger. Bei „Direct to Series“ wird dagegen ohne Pilotsendung sofort eine Serie hergestellt, etwa wegen einer bekannten Vorlage oder des Rufs der Beteiligten. Auch die erste Folge einer bereits bestellten Staffel führt in Figuren und Ausgangslage ein, entscheidet aber nicht mehr über das Zustandekommen der Serie. Ob nach einem Piloten tatsächlich eine Serie folgt, steht bei seiner Herstellung noch nicht fest.

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