Begriff
Zungenbrecher
Ein Zungenbrecher ist eine Wort- oder Satzfolge, die wegen sehr ähnlich klingender Wörter und ungewohnter Lautfolgen schwer auszusprechen ist, besonders bei schnellem Sprechen. So beschreibt ihn das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache. Der Duden fasst das als umgangssprachlich markierte Wort weiter und nennt die Bedeutung „etwas, was sehr schwer auszusprechen ist“; in diesem Sinn kann auch ein einzelner schwieriger Name als Zungenbrecher gelten.
Typisch sind kurze Sätze aus Wörtern, die sich nur in wenigen Lauten oder Silben unterscheiden. Bekannte deutsche Beispiele sind „Fischers Fritz fischt frische Fische“ und „Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid“. Zungenbrecher gibt es in vielen Sprachen.
Im Fremdsprachenunterricht und im Sprechtraining dienen Zungenbrecher als Übungsmaterial für die Aussprache. Eine Handreichung des Goethe-Instituts Barcelona beschreibt sie als Mittel, die Aussprache bestimmter Laute und Lautverbindungen zu üben. Der Zungenbrecher ist damit ein Text- und Übungsformat, kein Fachbegriff für einen Vorgang beim Sprechen: Die Bildung der Laute heißt Artikulation, die Ausbildung im Sprechen als Lehrfach Sprecherziehung.

