Begriff

Intimitätskoordination

Intimitätskoordination bezeichnet die Arbeit einer spezialisierten Fachkraft, die die Vorbereitung und Darstellung intimer Szenen in Film, Fernsehen oder Theater begleitet. Dazu können körperliche Nähe, Nacktheit und simulierter Sex gehören. Die Tätigkeit verbindet choreografische Arbeit mit der Abstimmung zwischen Darstellenden, Regie und Produktion.

Zu den Aufgaben gehören die Klärung der vorgesehenen Darstellung, die Abstimmung persönlicher Grenzen und die Entwicklung wiederholbarer Bewegungsabläufe. Zustimmung bezieht sich auf konkret vereinbarte Handlungen und Darstellung und wird auch während Proben und Aufnahmen berücksichtigt. Je nach Szene werden Schutzkleidung, Barrieren oder andere Hilfsmittel mit den zuständigen Gewerken abgestimmt.

Die Intimitätskoordination unterstützt sichere und respektvolle Arbeitsbedingungen. Sie ersetzt weder die individuelle Zustimmung der Darstellenden noch die Verantwortung der Produktion und der übrigen Beteiligten. Ihr Einsatz bedeutet keine Garantie, dass sich jede Person in jeder Situation wohlfühlt.

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