Begriff
Suzuki-Methode
Die Suzuki-Methode, englisch Suzuki Method of Actor Training, ist ein körperliches Schauspieltraining, das der japanische Regisseur Tadashi Suzuki entwickelt hat. Im Mittelpunkt stehen der Unterkörper, die Beine und Füße sowie der Schwerpunkt. Darstellende arbeiten mit kraftvollem, wiederholtem Stampfen, mit festgelegten Haltungen und Gängen und mit der Kontrolle von Atem und Stimme. Mit der gleichnamigen Methode für den Geigenunterricht hat sie nichts zu tun.
Suzuki gründete 1966 in Tokio die Theatergruppe Waseda Shogekijo. 1976 verlegte er sie in das Bergdorf Toga, wo sie sich in Suzuki Company of Toga (SCOT) umbenannte; dort bietet die Kompanie Workshops in der Methode an. Suzuki unterrichtete auch an Einrichtungen wie der Juilliard School in New York und dem Moskauer Künstlertheater. In einem Beitrag für das britische Total Theatre Magazine beschrieb Paul Allain 1999, dass Suzuki sein Training „grammar of the feet“, also Grammatik der Füße, nennt: Das Stampfen fordert den Körper, der Schwerpunkt hält das Gleichgewicht, und der Atem soll verborgen bleiben, damit die Anstrengung nicht sichtbar wird. Ein Modulplan der Litauischen Musik- und Theaterakademie nennt Übungen wie Basic I bis III, stehende und sitzende Statuen und verschiedene Gänge.
Die Methode ist ein festgelegtes Körpertraining. Viewpoints bilden dagegen ein Vokabular für Improvisation und szenische Komposition in Zeit und Raum. 1992 gründete Suzuki gemeinsam mit der amerikanischen Regisseurin Anne Bogart das Saratoga International Theater Institute (SITI). Wie die Biomechanik Wsewolod Meyerholds ist die Suzuki-Methode ein streng geformtes Bewegungstraining; Herkunft und Übungen unterscheiden sich jedoch.

