Begriff

Cliffhanger

Ein Cliffhanger ist ein offenes, spannungsreiches Ende einer Folge, eines Films oder eines Buchkapitels, das eine Handlung in einem entscheidenden Moment abbricht. Die Auflösung bleibt der Fortsetzung vorbehalten. Das aus dem Englischen übernommene Wort bedeutet nach dem Duden wörtlich „jemand, der an einer Felswand hängt“.

Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel stammt das Bild aus der in Fortsetzungen vertriebenen Populärliteratur des späten 19. Jahrhunderts: Am Ende einer Folge hängt der Held an einer Klippe, und es bleibt ungewiss, ob er stürzt. Geprägt wurde der Ausdruck in den 1910er- und 1920er-Jahren. In der frühen Serienproduktion griff die nächste Folge die Lage meist wieder auf, ließ die Hauptfigur in der Regel gerettet werden und endete erneut in einer ungewissen Situation. Im Fernsehen erscheint der Cliffhanger nach derselben Quelle vor allem als offener Höhepunkt am Episodenende, aber auch als Zwischenhöhepunkt vor einem Werbeblock.

Der Cliffhanger ist ein dramaturgisches Mittel und kein Serienformat. Er kann in verschiedenen seriellen Formen vorkommen, von der Daily Soap bis zur Miniserie. Er unterbricht einen Spannungsbogen bewusst, bevor dieser seine Lösung erreicht, und bindet so die Erwartung des Publikums an die nächste Folge. In einem fiktiven Beispiel öffnet eine Figur am Ende einer Folge die Tür und steht einer Person gegenüber, die alle für tot hielten; erst die Fortsetzung zeigt, was diese Begegnung bedeutet.

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