Begriff

Telenovela

Eine Telenovela ist eine Fernsehserie mit täglich ausgestrahlten Folgen, die eine Haupthandlung auf ein vorgesehenes Ende hin erzählt. Der Duden beschreibt sie als Serie, die in einer festgelegten Zahl täglich gesendeter Folgen eine in sich geschlossene, betont gefühlvolle Handlung erzählt. Das Wort stammt aus dem Spanischen und Portugiesischen, bedeutet etwa „Fernsehroman“ und verweist auf die Herkunft der Form aus Lateinamerika.

Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel ordnet die Telenovela als vielfolgigen Sonderfall des Mehrteilers ein, der oft erst nach mehr als 150 Folgen zu einem erzählerischen Ende kommt. Darin liegt der Unterschied zur Daily Soap, deren Handlungsstränge ohne geplanten Schluss weiterlaufen. Mit der Miniserie teilt die Telenovela die abgeschlossene Geschichte, nicht aber den Umfang. Wie Daily Soaps werden Telenovelas nach einer Untersuchung des Medienwissenschaftlers Florian Krauß in Deutschland deutlich von regelmäßig zusammenarbeitenden Autorenteams geprägt.

In Deutschland wird die Form auch staffelweise fortgesetzt. Die Telenovela „Sturm der Liebe“ läuft nach Angaben der Produktionsfirma Bavaria Fiction seit dem 26. September 2005 im Ersten, montags bis freitags; mit jedem Staffelwechsel wird ein neues Traumpaar vorgestellt. Die auf ein Ende hin erzählte Liebesgeschichte bezieht sich hier auf eine Staffel, während die Serie mit ihrem Schauplatz, dem Fürstenhof, weiterläuft.

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