Begriff
Choreografie
Choreografie bezeichnet die künstlerische Gestaltung und Einstudierung von Bewegungsabläufen sowie deren Ergebnis. Der Duden nennt als Beispiel die Gestaltung eines Balletts und führt auch die Schreibung Choreographie. Das Wort geht auf griechisch choreía „Tanz“ und gráphein „schreiben“ zurück. In einer zweiten Bedeutung bezeichnet es eine Tanzschrift, mit der Haltungen und Bewegungen in Zeichen festgehalten werden; ein Beispiel ist die Kinetographie Laban.
Nach der Berufsbeschreibung des Deutschen Bühnenvereins entwerfen Choreografinnen und Choreografen Bewegungsabläufe, Raumkonzepte und Szenenfolgen und passen ihre Konzepte an Musik oder Vorlage an. Sie arbeiten vor allem im Ballett, im Tanztheater und im zeitgenössischen Tanz, aber auch in Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Konzert, in enger Abstimmung mit Regie und musikalischer Leitung. Choreografiert werden auch Abläufe, die kein Tanz sind: Die DGUV Information 215-315 beschreibt gespielte Tätlichkeiten als choreografierte Auseinandersetzungen, und die Intimitätskoordination entwickelt wiederholbare Bewegungsabläufe für intime Szenen.
Das Blocking beschreibt Standorte, Wege und Positionen der Darstellenden in einer Szene. Choreografie betont dagegen die Gestaltung der Bewegung selbst, ihre Form, ihren Rhythmus und ihr Verhältnis zum Raum; beide Bereiche können sich überschneiden. Von improvisierten Bewegungsformen wie der Kontaktimprovisation unterscheidet sich eine Choreografie dadurch, dass ihr Ablauf in der Regel einstudiert und wiederholbar ist.

