Begriff

Absolventenvorsprechen

Ein Absolventenvorsprechen ist eine Präsentation, bei der Schauspielstudierende gegen Ende ihrer Ausbildung ihre Arbeit vor Fachpublikum zeigen. Ausbildungsstätten und die ZAV-Künstlervermittlung schreiben auch Absolvent*innenvorsprechen, abgekürzt AVO. Anders als bei einem Casting geht es nicht um die Besetzung einer bestimmten Rolle, sondern um den Übergang in den Beruf.

Veranstaltet werden solche Vorsprechen von den Ausbildungsstätten, einzeln oder gemeinsam, teils an mehreren Orten. Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien kündigte für den Jahrgang 2025/26 Termine in Wien, Linz, Berlin, Neuss und München an. Gezeigt werden vorbereitete Rollen und mitunter Lieder. An der Hochschule für Musik und Theater Hamburg gehört nach den Modulbeschreibungen von 2012 die Präsentation des erarbeiteten Vorsprechrepertoires „in einer Vorspielsituation vor Publikum“ zur Bachelorprüfung. Nach einem Beitrag der ZAV-Künstlervermittlung können ihre Vermittlerinnen und Vermittler die Absolvierenden bei diesen Terminen persönlich erleben und ihre Spielweise einschätzen.

Die Zentralen Vorspiele sind die gemeinsame Form der in der Ständigen Konferenz Schauspielausbildung zusammengeschlossenen Hochschulen; Absolventenvorsprechen bezeichnet allgemein jede solche Präsentation eines Abschlussjahrgangs. Beim Schauspielschultreffen zeigen Hochschulen dagegen Inszenierungen in einem Wettbewerb. Eine Abschlussprüfung bewertet die Ausbildung, ein Casting-Call ruft zur Bewerbung für ein bestimmtes Projekt auf. Folgt auf ein Absolventenvorsprechen eine Einladung an ein Theater, ist damit noch kein Engagement vereinbart.

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