Begriff

Filmschauspiel

Filmschauspiel bezeichnet die schauspielerische Arbeit für Film, Fernsehen und andere Aufnahmen vor der Kamera. Gleichbedeutend wird vom Spiel vor der Kamera gesprochen. Gegenüber dem Bühnenspiel verändern sich vor allem die Arbeitsbedingungen: Szenen werden in einzelnen Einstellungen und Takes aufgenommen und erst im Schnitt zusammengesetzt.

Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel beschreibt Darstellende im Spielfilm als „montierte Bild-Ton-Gestalt“. Ihre Darstellung ist danach an die filmische Erzählung gebunden und wird erst mit Bild, Ton und Montage zur Figur. Die Großaufnahme schafft nach demselben Eintrag im Vergleich zum Theater veränderte Bedingungen für den Ausdruck. Dazu kommen technische Abläufe am Filmset, die das Spiel mitbestimmen, etwa vereinbarte Positionen und Blickrichtungen.

Manche Schauspielhochschulen unterrichten Filmschauspiel als Teil eines Studiums, das auch die Bühne umfasst. Die Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg nennt die Filmausbildung einen integrativen Bestandteil des Schauspielstudiums; sie reicht nach ihren Angaben von Grunderfahrungen vor der Kamera über Filmkunde und digitale Medien bis zur Mitwirkung an Fernseh- und Kinoformaten. Der Masterstudiengang „Acting for Screen & Digital Media“ der Berner Fachhochschule nennt als Ziel unter anderem, filmische Bildsprache sowie Kamera- und Tontechnik im eigenen Spiel zu berücksichtigen.

Kameraarbeit bezeichnet dagegen die Bildgestaltung durch das Kamerateam, nicht das Spiel der Darstellenden. Einzelne Arbeitsmittel wie Spielmarke, Eyeline oder Cheaten sind eigene Begriffe; wie sie in einer Szene zusammenwirken, beschreibt der Beitrag „Vor der Kamera spielen“. Filmschauspiel benennt ein Arbeitsfeld, keine einheitliche Methode: Die Berner Ausbildung etwa behandelt unterschiedliche Film- und Schauspielästhetiken.

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