Begriff

Synchronsprechen

Synchronsprecher*innen, auch Synchronschauspieler*innen genannt, gestalten die Stimme einer bereits dargestellten Figur für eine neue Sprachfassung. Ihre Aufgabe ist die schauspielerische Umsetzung eines Synchrontexts passend zur sichtbaren Darstellung. Übersetzung und Dialogbearbeitung sind eigene Arbeitsschritte; sie gehören nicht automatisch zu den Aufgaben der sprechenden Person.

Beim Synchronisieren eines Films oder einer Serie werden Bedeutung, Stimmung und Beziehungen der Figuren stimmlich vermittelt. Zugleich müssen Einsätze, Sprechdauer und auffällige Mundbewegungen zum Bild passen. Diese Abstimmung wird als Lippensynchronität bezeichnet. Synchronregie begleitet die Interpretation; Tonaufnahme und weitere technische Bearbeitung liegen bei den zuständigen Gewerken.

Wenn eine Stimme wiederholt für dieselbe Person im Original besetzt wird, spricht man von einer Stammstimme oder einem Stammsprecher. Das ist eine Besetzungspraxis, keine Voraussetzung der Synchronarbeit. Das erstmalige Sprechen einer Animations- oder Spielfigur ist außerdem von der Synchronisation einer bereits vorhandenen Sprachfassung zu unterscheiden, auch wenn sich Tätigkeiten und Beteiligte überschneiden können.

Die Arbeitsweise vertieft der Beitrag Die Kunst des Synchronsprechens – Technik, Emotion und Timing im Fokus. Die berufliche Einordnung behandelt Synchronsprechen als Beruf mit Zukunft – Trotz KI?.

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