Begriff
Warm-up (Aufwärmen)
Ein Warm-up, deutsch Aufwärmen, ist im Schauspiel die Vorbereitung von Körper und Stimme vor Proben, Vorstellungen oder Aufnahmen. Das englische Wort ist von „to warm up“ abgeleitet, warm werden; der Duden bestimmt das Warm-up besonders im Sport als das Sichaufwärmen. Im Schauspiel umfasst es körperliche und stimmliche Anteile und kann allein oder gemeinsam im Ensemble stattfinden.
In der Schauspielausbildung wird das Aufwärmen als eigene Fähigkeit vermittelt. Das Modulhandbuch des Münchner Bachelorstudiengangs Schauspiel (Stand 2015) nennt als Lehrinhalt das „Erarbeiten eines individuellen Erwärmungsprogramms (Stimme, Körper)“ und im Bewegungsunterricht das selbstständige körperliche Aufwärmen. Die Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ erwartet nach ihren Modulbeschreibungen von 2019, dass Studierende ein „Trainingsprogramm zur Stimmerwärmung“ selbstständig anwenden. Welche Aufwärmübungen dazugehören, ist nicht allgemein festgelegt. Einzelne Übungen wie Lippenflattern oder Zungenbrecher können Teil eines Warm-ups sein, bezeichnen es aber nicht als Ganzes.
Vom Warm-up zu unterscheiden ist die Stimmbildung, die den Gebrauch der Stimme langfristig schult, und die Stimmhygiene, die Stimmerkrankungen vorbeugen soll. Im Fernsehen bezeichnet Warm-up nach dem Duden außerdem die Einstimmung des Studiopublikums vor Beginn einer Sendung.

