Begriff
Bildrate (FPS)
Die Bildrate, auch Bildfrequenz genannt, ist die Zahl der Einzelbilder pro Sekunde, mit der bewegte Bilder aufgenommen oder wiedergegeben werden. Die Abkürzung FPS steht für englisch frames per second. Ein einzelnes Bild heißt Frame oder Einzelbild.
Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel sind beim Film 24 Bilder pro Sekunde üblich. Im europäischen Fernsehen nach den Normen PAL und SECAM sind es 25, im amerikanischen NTSC-System werden 29,97 Bilder pro Sekunde ausgestrahlt. Wird ein Kinofilm ohne Umrechnung mit 25 Bildern pro Sekunde gezeigt, läuft er nach demselben Lexikon um etwa vier Prozent schneller.
Stimmen Aufnahme- und Wiedergabegeschwindigkeit nicht überein, verändert sich die Dauer einer Bewegung. Läuft die Wiedergabe langsamer als die Aufnahme, entsteht Zeitlupe, läuft sie schneller, Zeitraffer. Eine Aufnahme mit erhöhter Bildrate heißt auch Überdrehen, eine mit verringerter Unterdrehen. Wird eine Bewegung beispielsweise mit 50 Bildern pro Sekunde aufgenommen und mit 25 wiedergegeben, dauert sie doppelt so lang. Stummfilme wurden laut Kieler Lexikon mit etwa 16 bis 18 Bildern pro Sekunde aufgenommen und wirken bei heutiger Standardgeschwindigkeit deshalb beschleunigt.
Die Belichtungszeit bezeichnet dagegen, wie lange ein einzelnes Bild belichtet wird; beide Werte hängen zusammen, beschreiben aber Verschiedenes. Der Timecode zählt die Einzelbilder einer Aufnahme und richtet sich deshalb nach ihrer Bildrate.

