Begriff
Schuss-Gegenschuss
Schuss-Gegenschuss bezeichnet eine Folge von Einstellungen, die zwischen aufeinander bezogenen Figuren oder Blickrichtungen wechselt. Häufig wird damit ein Gespräch gestaltet: Eine Aufnahme zeigt die eine Figur aus der Richtung ihres Gegenübers, die nächste die andere aus der Gegenrichtung. Der englische Ausdruck lautet Shot/Reverse Shot.
Die andere Person kann mit einem Schulter- oder Kopfanschnitt im Bild bleiben, muss aber nicht sichtbar sein. Ebenso kann eine Aufnahme das Zuhören oder eine Reaktion zeigen, während das Gegenüber weiter spricht. Schuss-Gegenschuss bedeutet deshalb nicht, nach jedem Satz automatisch zur gerade sprechenden Figur zu schneiden.
Die Aufnahmen können nacheinander mit einer Kamera oder mit mehreren Kameras entstehen. Der Begriff beschreibt die Bildfolge, nicht eine vorgeschriebene Anzahl von Geräten. Blickrichtungen, Positionen und Handlung stehen dabei in Beziehung zur Anschlusskontinuität. Wie Darstellende Blickziel, Bewegung und Wiederholung verbinden, erläutert der Beitrag Vor der Kamera spielen: Blickrichtung, Marken und Anschluss verbinden.

