Begriff

Maskenarbeit

Maskenarbeit bezeichnet das schauspielerische Gestalten mit einer Maske, sowohl in Aufführungen als auch in der Ausbildung. Die Maske verändert das sichtbare Gesicht einer Figur und lenkt die Wahrnehmung auf das Zusammenspiel von Form, Haltung, Bewegung und Raum. Sie kann eine bestimmte Figur verkörpern oder als Mittel zur Untersuchung körperlichen Ausdrucks dienen.

Vollmasken verdecken das Gesicht weitgehend; Halbmasken lassen einen Teil, häufig die Mundpartie, frei. Deshalb verändern Masken die Möglichkeiten von Mimik und Stimme je nach Bauart unterschiedlich. Bei einem gleichbleibenden Maskenausdruck können Kopfneigung, Blickrichtung und Körperhaltung beeinflussen, wie das Publikum eine Figur wahrnimmt.

Eine neutrale Maske trägt keine ausgeprägten individuellen Charakterzüge. Charaktermasken betonen dagegen bestimmte Erscheinungsformen oder Figurentypen. Ein dokumentiertes Beispiel für Maskenarbeit in der Schauspielausbildung ist die Pädagogik Jacques Lecoqs: Zum Curriculum seiner Schule gehören die neutrale Maske und verschiedene Ausdrucksmasken. Maskenarbeit bezeichnet das Spiel mit solchen Mitteln. Maskenbild ist ein anderer Arbeitsbereich: Es gestaltet das äußere Erscheinungsbild durch Make-up, Frisuren, Perücken und gegebenenfalls plastische Veränderungen.

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