Begriff

Durchlaufprobe

Eine Durchlaufprobe ist eine Probe, bei der ein Stück als Ganzes ohne laufende Unterbrechungen gespielt wird. Auch die kurze Bezeichnung Durchlauf ist gebräuchlich. Im Mittelpunkt steht der Zusammenhang zwischen den zuvor erarbeiteten Szenen und Abläufen.

Während Einzelproben bestimmte Stellen wiederholen und verändern können, macht der Durchlauf die zeitliche Folge der Darstellung erkennbar. Übergänge, Auftritte, Pausen und das Zusammenspiel erscheinen dabei im Gesamtverlauf. Ein fiktives Beispiel ist eine Probe, in der das Ensemble vom Beginn bis zum Ende spielt und Rückmeldungen erst anschließend bespricht, statt nach jeder Szene neu anzusetzen.

Durchlaufprobe bezeichnet diese Arbeitsform innerhalb des Probenprozesses. Sie ist nicht automatisch eine Generalprobe: Aus dem Begriff folgt weder, dass Kostüm, Licht und sämtliche technischen Elemente vollständig eingesetzt werden, noch dass dies die letzte Probe vor der Premiere ist. Diese Bedingungen gehören zur jeweils vereinbarten Probe. Ein Durchlauf kann weiteren Änderungsbedarf sichtbar machen; er ist kein Abschlussurteil über die Inszenierung.

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