Begriff
Regieanweisung
Eine Regieanweisung ist im Dramentext eine Angabe zur Situation oder zur vorgesehenen Darstellung. Sie kann Räume, Auftritte, Abgänge, Handlungen oder die Art des Sprechens beschreiben. Anders als ein Dialogsatz wird sie gewöhnlich nicht von einer Figur gesprochen. Dafür wird auch die Bezeichnung Bühnenanweisung verwendet.
Regieanweisungen gehören zum Nebentext des Dramas. Dieser umfasst außerdem etwa die Personenliste sowie Akt- und Szenenangaben. In einem fiktiven Beispiel ist „Sie legt den Schlüssel auf den Tisch“ eine Regieanweisung; der anschließend gesprochene Satz „Ich komme nicht zurück“ gehört zum Haupttext. Die Anweisung vermittelt Informationen, die in der Aufführung durch Spiel und Gestaltung sichtbar werden können.
Wie genau eine schriftliche Anweisung umgesetzt wird, hängt von Text und Inszenierung ab. Im Proben- und Castingalltag heißt auch ein mündlicher Hinweis der Regie häufig Regieanweisung. Dieser Gebrauch ist vom literarischen Textbestandteil zu unterscheiden. Ein Drehbuchauszug kann neben Dialogen ebenfalls nicht gesprochene Angaben zu Handlungen und Situationen enthalten.

