Begriff

Hörspiel

Ein Hörspiel ist ein dramatisches Werk, das ausschließlich mit akustischen Mitteln erzählt wird. Der Duden bestimmt die Gattung als „an die technischen Möglichkeiten des Rundfunks gebundene, auf das Akustische ausgerichtete dramatische Gattung“ und bezeichnet mit dem Wort auch das einzelne Stück. Figuren, Orte und Handlung entstehen aus Stimmen, Geräuschen und Musik.

Das Hörspiel entwickelte sich mit dem Rundfunk. Nach dem Lexikon von wissen.de nimmt es Elemente verschiedener Gattungen auf: den Dialog des Dramas, den Erzähler der Epik sowie Wort- und Geräuschmontagen; aus dem Film übernimmt es Verfahren wie Schnitt und Blende. Neben eigens geschriebenen Stücken gibt es zahlreiche Bearbeitungen literarischer Vorlagen. Die Rollen werden auf verschiedene Sprecherinnen und Sprecher verteilt, eine Erzählstimme kann hinzukommen. Die ARD-Hörspieldatenbank des Deutschen Rundfunkarchivs verzeichnet Produktions- und Sendedaten von Hörspielen seit 1924.

Ein Hörbuch ist nach dem Duden der aufgezeichnete gesprochene Text eines Buchs; das Hörspiel inszeniert dagegen eine Handlung mit verteilten Rollen. Im Handel werden beide Formen mitunter gemeinsam als Hörbuch angeboten. Voice-over und Synchronisation verbinden eine Stimme mit einem vorhandenen Bild, während das Hörspiel ohne Bild auskommt. Eine szenische Lesung wird vor anwesendem Publikum dargeboten.

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