Begriff

Arenabühne

Eine Arenabühne ist eine Bühnenform, bei der das Publikum um eine Spielfläche in der Mitte des Raums sitzt. BauNetz Wissen beschreibt das Arenatheater als eine dem Zirkus ähnliche Form mit einem Podium in der Saalmitte, um das sich die Zuschauenden auf einer Ebene oder auf ansteigenden Rängen gruppieren. Im Englischen sind Ausdrücke wie arena theater und theatre in the round gebräuchlich.

Der Sprachgebrauch ist nicht ganz einheitlich. Das Random House Dictionary bestimmt arena theater als Theater mit Sitzplätzen auf mindestens drei Seiten einer zentralen Bühne. Im engeren Sinn umschließt das Publikum die Spielfläche vollständig. Da die Zuschauenden aus mehreren Richtungen auf dieselbe Szene blicken, gibt es keine einzelne Hauptansicht wie bei einer gerahmten Bühnenöffnung.

Als Merkmale nennt BauNetz Wissen kurze Abstände zwischen Publikum und Spielfläche und einen meist experimentellen Charakter. Ein Beispiel ist das Royal Exchange Theatre in Manchester: Der von Richard Negri als siebenseitige Stahlrohrkonstruktion entworfene Theaterraum wurde am 15. September 1976 eröffnet, das Publikum umgibt die Spielfläche. Nach der Darstellung des Hauses mochte Negri die Bezeichnung „in the round“ allerdings nicht.

Die Guckkastenbühne zeigt das Geschehen dagegen frontal durch eine gerahmte Öffnung. Ein Blackbox-Theater ist ein flexibel einzurichtender Raum, in dem eine Arenaanordnung eine von mehreren möglichen Varianten sein kann. Arenabühne benennt damit die Anordnung von Spielfläche und Publikum, keinen bestimmten Gebäudetyp und keine Spielweise.

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