Begriff

Rückblende

Eine Rückblende ist ein Abschnitt einer Erzählung, der Ereignisse zeigt, die zeitlich vor der Gegenwart der Handlung liegen. Der Duden bestimmt sie als einen in einen Film eingeblendeten Abschnitt, der ein bereits vergangenes Geschehen wiedergibt. Gebräuchlich sind auch die englische Bezeichnung Flashback und der erzähltheoretische Begriff Analepse, den Gérard Genette verwendet.

Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel wird eine Rückblende meist durch die Erinnerung oder die Erzählung einer Figur begründet. Sie kann formal gekennzeichnet sein, etwa durch eine langsame Überblendung, einen Wechsel zu Schwarzweiß oder eine Erzählstimme; die Markierung kann aber auch fehlen, und die Grenze zur Gegenwart kann bewusst verschwimmen. Rückblenden klären häufig Zusammenhänge auf, zum Beispiel einen Tathergang im Kriminalfilm, oder begründen die Verfassung einer Figur. Filme, die ihre Geschichte überwiegend in Rückblenden erzählen, werden Rückblendenfilme genannt. Das Gegenstück ist die Vorausblende, die ein noch bevorstehendes Ereignis vorwegnimmt.

Die Ellipse lässt einen Abschnitt des Geschehens aus, die Rückblende holt einen früheren Abschnitt nachträglich ein. Die Exposition bezeichnet die Aufgabe, Voraussetzungen der Handlung zu vermitteln; eine Rückblende kann diese Aufgabe übernehmen, ist aber eine Form der zeitlichen Anordnung. Im Drama wird Vergangenes oft auch berichtet statt gezeigt, etwa in einem Botenbericht.

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