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Kontaktimprovisation

Kontaktimprovisation, englisch Contact Improvisation, ist eine improvisierte Bewegungsform, in der zwei Personen über körperlichen Kontakt miteinander tanzen. Die Zeitschrift Contact Quarterly beschreibt sie als sich entwickelndes Bewegungssystem, das der amerikanische Choreograf Steve Paxton 1972 anstieß. Grundlage sind die Verständigung zwischen zwei bewegten Körpern, die einander berühren, und die physikalischen Gesetze ihrer Bewegung wie Schwerkraft, Schwung und Trägheit.

Zur Praxis gehören nach derselben Beschreibung Rollen, Fallen, Positionen mit dem Kopf nach unten und das Folgen eines körperlichen Berührungspunkts. Erstmals gezeigt wurde die Form im Juni 1972 in einer Reihe von Vorstellungen, die Paxton in der John Weber Gallery in New York entwarf und leitete. Er hatte sie in seiner Zeit mit der Gruppe Grand Union vorgeschlagen.

In der Schauspielausbildung erscheint Kontaktimprovisation im Bewegungsunterricht. Die Modulbeschreibungen des Bachelorstudiengangs Schauspiel der Hamburger Hochschule für Musik und Theater (Stand September 2012) nennen „Grundlagen der Kontaktimprovisation“ und im folgenden Modul „Kontaktimprovisation vertiefen“, verbunden mit Körperwahrnehmung im Austausch mit Partnerinnen und Partnern.

Improvisationstheater entwickelt dagegen Szenen, Figuren und Dialoge während des Spiels. Kontaktimprovisation wird in einer in Contact Quarterly wiedergegebenen Beschreibung als offene Erkundung der Bewegungsmöglichkeiten von Körpern im Kontakt bezeichnet. Viewpoints ist ein Vokabular für zeitliche und räumliche Entscheidungen im Ensemble, und das Partnerspiel bezeichnet das Wechselverhältnis zwischen Figuren einer Szene.

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