Begriff
Alexander-Technik
Die Alexander-Technik ist eine nach Frederick Matthias Alexander benannte Lernmethode, die sich mit Gewohnheiten in Haltung, Bewegung und Koordination befasst. Lernende sollen eingeübte Reaktionen wahrnehmen und alltägliche Tätigkeiten wie Stehen, Sitzen oder Gehen bewusster ausführen. Alexander, ein aus Tasmanien stammender Schauspieler und Rezitator, entwickelte seine Arbeit, nachdem er wiederholt Probleme mit seiner Stimme hatte.
Zentrale Begriffe sind die Primärsteuerung, mit der das Verhältnis von Kopf, Hals und Rumpf bezeichnet wird, das Innehalten vor einer gewohnten Reaktion und gedankliche Anweisungen, die Direktiven. Unterrichtet wird meist einzeln: Lehrkräfte verbinden Erklärungen mit behutsamer Berührung, während feste Übungsfolgen nicht im Mittelpunkt stehen.
An vielen Musik- und Schauspielschulen, besonders in Großbritannien und den USA, gehört die Alexander-Technik zum Unterricht; genutzt wird sie auch von Musizierenden und Tanzenden. Sie ist jedoch keine Schauspielmethode der Rollen- oder Szenenarbeit und kein Sprachtraining. Aussagen über gesundheitliche Wirkungen gehören nicht zu dieser Begriffsbestimmung; der britische Gesundheitsdienst NHS führt die Alexander-Technik unter den komplementären Verfahren außerhalb der Standardmedizin. Die Feldenkrais-Methode ist eine eigenständige körperorientierte Lernmethode mit anderem Begründer und anderen Unterrichtsformen.

