Begriff
Continuity / Script
Continuity bedeutet im Film Anschlusskontinuität: Zusammengehörige Einstellungen sollen zeitlich, räumlich und in ihren Handlungsdetails zueinander passen. Script/Continuity beziehungsweise Script Supervisor bezeichnet die Funktion am Set, die solche Anschlüsse beobachtet und wichtige Angaben für Regie, Schnitt und Produktion dokumentiert.
Dazu gehören etwa Dialogänderungen, Bewegungen, Blickrichtungen und der Zustand von Requisiten, Kostüm und Maske. Hebt eine Figur ein Glas mit der rechten Hand, ist diese Bewegung auch für eine anschließende Aufnahme aus einem anderen Blickwinkel relevant. Der Anschluss wird besonders wichtig, weil Szenen und einzelne Einstellungen häufig in einer anderen Reihenfolge gedreht werden, als sie später im Film erscheinen.
Vor dem Dreh erstellt Script/Continuity Übersichten zum Drehbuch und schätzt die Spielzeiten von Szenen. Während der Aufnahmen werden tatsächliche Dauern, Einstellungsangaben, Abweichungen und von der Regie bevorzugte Takes festgehalten. Eine vorbereitende Schätzung ist dabei von der später gemessenen Aufnahmedauer zu unterscheiden.
Die Protokolle unterstützen den Filmschnitt. Script/Continuity weist auf mögliche Anschlussprobleme hin und liefert Informationen zu ihrer Bearbeitung. Welche Aufnahmen verwendet und wie sie montiert werden, entscheiden jedoch Schnitt und Regie im jeweiligen Produktionsrahmen; diese kreative Auswahl wird nicht allein von Script/Continuity getroffen.
Wie körperlicher und innerer Anschluss bei mehreren Aufnahmen zusammenwirken, zeigt der Beitrag „Vor der Kamera spielen: Blickrichtung, Marken und Anschluss verbinden“ an einer fiktiven Szene.

