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Aus dem Magazin

Praxis für Casting, Set, Karriere und Ausbildung.

Schauspiel-Wissen von A bis Z

431 Begriffe rund um Schauspiel, Casting und Filmpraxis – verständlich erklärt.

Begriff des Tages

Chargieren

Chargieren bezeichnet in Theater, Film und Fernsehen zweierlei: eine Charge zu spielen und eine Rolle übertrieben darzustellen. So verzeichnet es der Duden. Eine Charge ist nach demselben Wörterbuch eine Nebenrolle mit übertrieben gezeichnetem Charakter. …

Mehr zu „Chargieren“

Werkstatt

Texte für Vorsprechen und Probe

347 Monologe und 131 Dialoge – Klassiker im Originaltext und freie Szenen, mit Spielhinweisen und PDF.

Fünf Texte zum Reinlesen

OriginaltextMonolog

Marcus Antonius: „Mitbürger! Freunde! Römer! hört mich an“

Julius Cäsar · William Shakespeare (1599)

Mitbürger! Freunde! Römer! hört mich an:

Begraben will ich Cäsarn, nicht ihn preisen.

Was Menschen Übles tun, das überlebt sie,

Das Gute wird mit ihnen oft begraben.

So sei es auch mit Cäsarn! Der edle Brutus

Hat euch gesagt, dass er voll Herrschsucht war;

  • ca. 2,5 Min
  • Spielalter 25–55
  • männlich
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OriginaltextDialog

Anatol und Gabriele: „Diese Blumen, mein … süßes Mädl, schickt Dir eine Frau, die vielleicht ebenso lieben kann wie Du“

Anatol · Arthur Schnitzler (1893)

Gabriele Also … erzählen Sie mir endlich von dem … süßen Mädl!

Anatol Sie ist nicht faszinierend schön — sie ist nicht besonders elegant — und sie ist durchaus nicht geistreich …

Gabriele Ich will ja nicht wissen, was sie nicht ist —

Anatol Aber sie hat die weiche Anmut eines Frühlingsabends … und die Grazie einer verzauberten Prinzessin … und den Geist eines Mädchens, das zu lieben weiß!

Gabriele Diese Art von Geist soll ja so sehr verbreitet sein … in Ihrer kleinen Welt! …

Anatol Sie können sich da nicht hinein denken! … Man hat Ihnen zu viel verschwiegen, als Sie junges Mädchen waren — und hat Ihnen zu viel gesagt, seit Sie …

  • ca. 6,5 Min
  • Spielalter 22–45
  • männlich + weiblich
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Freier TextMonolog

Brigitte: Neun bis siebzehn Uhr: Brigitte.

Rolf. Was ist das? „Brigittes erster Tag. Version drei.“ Version drei? Es gab zwei Versionen vorher?

„Sieben Uhr: gemeinsames Frühstück.“ Gut. Das machen wir ja gerade. „Sieben Uhr dreißig: gemeinsames Zeitunglesen.“ Rolf, du liest den Sportteil, ic …

„Acht Uhr: gemeinsames Nordic Walking, Runde um den Baggersee, sechs Kilometer.“ Ich hab vierzig Jahre am Schreibtisch gesessen. Ich hab Knie wie ei …

„Zehn Uhr: gemeinsamer Einkauf. Getrennte Listen.“ Getrennte Listen, aber gemeinsamer Einkauf. Das ist sehr durchdacht. „Elf Uhr dreißig: gemeinsame …

Nichts. Man geht in den Baumarkt, um zu gucken. Seit zwei Jahren gehst du jeden Tag um zwei in den Baumarkt. Die kennen dich da. Die haben dir zu We …

Rolf. Schatz. Du hast dich auf mich gefreut. Das ist schön. Das ist wirklich schön. Aber ich hab mich vierzig Jahre lang auf diesen Tag gefreut, und …

  • ca. 2 Min
  • Spielalter 60–66
  • weiblich
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Freier TextMonolog

Emre: Ich guck nur an die Decke.

Nein, nein, alles gut. Ich guck nur an die Decke. Die ist interessant. Da hängt ein Volleyball im Basketballkorb. Seit wann der da wohl hängt?

Ist die Nadel schon drin? Echt? Hab ich gar nicht gemerkt. Doch. Jetzt merk ich’s. Nicht schlimm. Ich hab nur gefragt, damit ich weiß, wo ich nicht …

Pumpen, ja, ich weiß. Steht auf dem Zettel. Ich hab den ganzen Zettel gelesen. Zweimal. Auch den Teil über Tätowierungen. Ich hab keine. Meine Schwe …

Die wär sonst mitgekommen. Wegen mir. Weil ich kein Blut sehen kann. Ich kipp um, wenn sich jemand in den Finger schneidet. Beim Hausarzt bin ich ma …

Letztes Jahr im März hatte sie einen Unfall. Mit dem Fahrrad, an der Kreuzung vor unserer Schule. Ich war nicht dabei. Ich war in Mathe. Im Krankenh …

Und ich hab gedacht: Von wem? Irgendwer hat hier gelegen und an die Decke geguckt. Irgendwer, der jetzt nicht weiß, dass meine Schwester seinetwegen …

  • ca. 2 Min
  • Spielalter 18–25
  • männlich
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Freier TextDialog

Claudia und Birte: Ich hab keine Kraft mehr für Kartons.

Birte Halbe-halbe. Ich hab nichts anderes erwartet. Sie war immer so. Bei Weihnachtsgeschenken hat sie die Preise verglichen.

Claudia Ich weiß.

Birte Das Haus verkaufen wir am besten. Ich kann mich von Zürich aus nicht drum kümmern. Ich kenn einen Makler, der macht das schnell.

Claudia Ich wohne in dem Haus, Birte.

Birte Seit wann?

Claudia Seit sechs Jahren. Seit Mama nachts nicht mehr allein bleiben konnte. Ich hab meine Wohnung aufgegeben. Das hab ich dir geschrieben.

  • ca. 3,5 Min
  • Spielalter 38–46
  • weiblich + weiblich
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