Begriff

Clownerie (Theaterclown)

Clownerie bezeichnet nach dem Duden einen clownesken Auftritt oder eine clowneske Handlung. In Theater und Schauspielausbildung meint das Wort die Arbeit mit der Figur des Clowns als eigener Spielform. Den Clown selbst bestimmt der Duden als „Spaßmacher im Zirkus, Varieté“. Das englische clown bezeichnete ursprünglich den Bauerntölpel im alten englischen Theater.

Der Zirkusclown tritt traditionell in Typen auf; bekannt sind der Weißclown und der dumme August, die häufig gemeinsam spielen. Die Schule Jacques Lecoqs unterscheidet davon den Theaterclown: Sie führt im zweiten Jahr ihres Berufskurses „Clowns de cirque, clowns de théâtre“, also Zirkus- und Theaterclowns, als Arbeitsbereiche. In der Lecoq-Pädagogik gilt die rote Nase als kleinste Maske; jede Person soll in diesem Schritt einen eigenen, persönlichen Clown entwickeln.

Als Wahlangebot erscheint Clownsarbeit auch an Schauspielhochschulen: Die Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ nennt in ihren Modulbeschreibungen von 2019 unter anderem einen Clownkurs. Körpertheater kann Clownerie mit Pantomime, Tanz oder Maskenarbeit verbinden. Nicht jede komische Figur oder Einlage ist dabei ein Clown; ein Lazzo etwa ist eine einzelne komische Einlage der Commedia dell’arte.

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