Begriff

Slapstick

Slapstick bezeichnet eine derbkomische Einlage oder einen grotesk-komischen Gag, bei dem meist die Tücke des Objekts als Mittel eingesetzt wird. So erklärt es der Duden, der das Wort zugleich als Kurzform für Slapstickkomödie verzeichnet: eine hauptsächlich aus solchen Einlagen bestehende Komödie, besonders im Film. Die Komik entsteht aus dem Körper und seinem Zusammenstoß mit Dingen und Situationen, etwa aus Stürzen oder Missgeschicken mit Drehtüren, Aufzügen und Wasserschläuchen.

Das englische Wort bezeichnete ursprünglich eine Pritsche, ein in Possen verwendetes Schlagrequisit aus zwei zusammengebundenen Holzlatten. Es setzt sich aus slap „Schlag“ und stick „Stock“ zusammen. Als Filmform ist Slapstick vor allem mit der Stummfilmzeit verbunden. Die klassische Zeit des Slapsticks im Stummfilm reicht nach einer Darstellung des Lehrgebiets Neuere deutsche Literatur und Medienästhetik der FernUniversität in Hagen etwa von 1913 bis 1927; genannt werden dort unter anderem Charlie Chaplin, Buster Keaton, Harold Lloyd sowie Stan Laurel und Oliver Hardy.

Die Farce ist eine ganze derbkomische Theaterform mit sich zuspitzenden Verwicklungen; Slapstick bezeichnet dagegen die einzelne körperliche Einlage oder eine Komödie, die überwiegend daraus besteht. Der Duden nennt Farce und Schwank als sinnverwandte Wörter zur Slapstickkomödie. Lazzi sind komische Einlagen aus dem Repertoire der Commedia dell’arte und an diese historische Spieltradition gebunden. Die Clownerie arbeitet mit der Figur des Clowns; Slapstick bezeichnet keine Figur, sondern eine Art komischer Handlung.

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