Begriff
Probenprozess
Der Probenprozess ist die gemeinsame Erarbeitung und Abstimmung einer Inszenierung oder Szene vor ihrer Aufführung beziehungsweise Aufnahme. Schauspielende, Regie und je nach Probe weitere Beteiligte entwickeln dabei das Spiel, die Beziehungen der Figuren sowie räumliche und zeitliche Abläufe.
Eine Text- oder Leseprobe kann das Verständnis von Stoff und Dialog unterstützen. Szenische Proben beschäftigen sich mit der Darstellung und den Beziehungen im Raum. Technische Proben stimmen das Spiel mit Licht, Ton, Bühnenwechseln oder Kameraabläufen ab. Diese Arbeitsbereiche können sich überschneiden; sie bilden keine für jede Produktion verbindliche Reihenfolge.
Im Theater wird der Ablauf einer später wiederholten Aufführung erarbeitet. Im Film können Proben einzelne Szenen, das Zusammenspiel der Darstellenden und die Abstimmung mit der Aufnahme betreffen. Umfang und Bezeichnungen unterscheiden sich nach Produktionsweise. Ausdrücke wie „kalte“ und „heiße Probe“ können bestimmte Probearten bezeichnen, sind aber keine allgemeingültigen Phasen jedes Filmdrehs.
Der gemeinsame Probenprozess ist mit der individuellen Rollenarbeit verbunden, geht jedoch über sie hinaus. Die persönliche Vorbereitung einer Figur vertieft Rollenvorbereitung für Schauspielende.

