Begriff

Regieassistenz (Theater)

Die Regieassistenz unterstützt im Theater die Regie bei der Erarbeitung einer Inszenierung, organisatorisch wie künstlerisch. Das Wort bezeichnet die Tätigkeit ebenso wie die Person, die sie ausübt. Nach der Berufsbeschreibung des Deutschen Bühnenvereins arbeiten Regieassistentinnen und Regieassistenten in Schauspiel, Oper und Musiktheater; sie koordinieren den Probenbetrieb und verbinden Regie, Ensemble, Technik und Dramaturgie.

Vor Probenbeginn erstellen sie Probenpläne in Abstimmung mit Regie, Disposition und künstlerischem Betriebsbüro. Während der Proben halten sie Regieanweisungen, Szenenänderungen und technische Anforderungen im Regiebuch fest und sorgen dafür, dass Änderungen alle Abteilungen erreichen, etwa Kostüm, Maske und Bühnenbild. Im Musiktheater kommt die Abstimmung mit Dirigat, Korrepetition und Chor hinzu. Vor der Premiere begleiten sie technische Durchläufe, Hauptproben und die Generalprobe.

Nach der Premiere betreut die Regieassistenz laufende Vorstellungen und Wiederaufnahmen; an vielen Häusern übernimmt sie auch die Abendspielleitung. Die Inspizienz koordiniert dagegen den technischen und organisatorischen Ablauf einer Vorstellung. Einen einheitlich vorgeschriebenen Ausbildungsweg gibt es nach Angaben des Bühnenvereins nicht; die Assistenz ist häufig der Ausgangspunkt für eigene Regiearbeit. Auch Film- und Fernsehproduktionen haben eine Regieassistenz. Nach der österreichischen Berufsinformation des ibw stehen dort Termin- und Personalpläne sowie die Besprechung von Drehbüchern und dem Drehplan mit der Regie im Vordergrund.

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