Begriff

Regiebuch

Ein Regiebuch ist das Arbeitsbuch einer Inszenierung, in dem die Festlegungen der Regie aus den Proben festgehalten werden. Der Duden beschreibt es als Buch, in dem alle wichtigen Einzelheiten und Anweisungen der Regie stehen. Grundlage ist gewöhnlich der gespielte Text, ergänzt um Vermerke zu Auftritten, Wegen, Positionen und szenischen Abläufen.

Im Theater führt nach der Berufsbeschreibung des Deutschen Bühnenvereins die Regieassistenz das Regiebuch während der Proben. Sie protokolliert darin die Hinweise der Regie, Änderungen in Szenenabläufen und technische Anforderungen. Eingetragen werden etwa das in Stellproben festgelegte Blocking und Textänderungen wie die Striche einer Strichfassung. Eine gedruckte Regieanweisung im Dramentext gehört dagegen zum Werk selbst; das Regiebuch hält fest, wie eine bestimmte Produktion den Text umsetzt. Ob es auf Papier oder digital geführt wird, hängt vom Haus ab.

Nach der Premiere dient das Regiebuch dazu, eine Inszenierung in ihrer erarbeiteten Form zu erhalten, etwa bei der Abendspielleitung, bei Umbesetzungen oder bei einer Wiederaufnahme. Für den technischen Ablauf der Vorstellung führt die Inspizienz ein eigenes Inspizientenbuch mit Zeichen und Kommandos. Die DGUV Information 215-315 nennt Dreh- und Regiebuch außerdem als Vorgaben, nach denen gespielte Kampfszenen choreografiert werden.

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