Begriff

Spielzeit (Theater)

Eine Spielzeit ist im Theater der Zeitabschnitt, in dem ein Haus seinen Spielplan zeigt. Der Duden bestimmt sie als Zeitabschnitt innerhalb eines Jahres, während dessen in einem Theater Aufführungen stattfinden. Weil sie über den Jahreswechsel reicht, wird sie mit zwei Jahreszahlen angegeben, etwa „Spielzeit 2026/27“. Für diesen Zeitraum kündigt ein Theater seine Premieren, Wiederaufnahmen und übrigen Vorstellungen an.

Der Tarifvertrag NV Bühne hält in einer Protokollnotiz zu § 14 fest, dass eine Spielzeit in der Regel zwölf Monate umfasst; der Urlaub soll den Beschäftigten nach § 35 grundsätzlich in den Theaterferien gegeben werden (Lesefassung mit Stand Juni 2026). Auch Engagements richten sich häufig nach Spielzeiten. Ein Stückvertrag verpflichtet dagegen für eine einzelne Produktion statt für eine oder mehrere Spielzeiten. Genaue Anfangs- und Enddaten kündigt das jeweilige Haus an.

Davon zu unterscheiden ist die Spieldauer einer einzelnen Vorstellung, etwa 100 Minuten mit oder ohne Pause. Im Kino meint Spielzeit nach dem Duden außerdem die Zeit, während der ein Film auf dem Programm steht, im Sport die vorgeschriebene Dauer eines Spiels. Eine Inszenierung kann im Repertoirebetrieb über mehrere Spielzeiten zu sehen sein, bevor sie mit ihrer Dernière endet. Eine neue Spielzeit bedeutet deshalb nicht automatisch eine neue Inszenierung.

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