Begriff
Fitzmaurice Voicework
Fitzmaurice Voicework ist eine Methode des Stimmtrainings, die auf die Stimm- und Textlehrerin Catherine Fitzmaurice zurückgeht. Nach Darstellung des Fitzmaurice Voice Institute verbindet sie abgewandelte Techniken des klassischen Stimmtrainings mit Elementen aus Yoga, Shiatsu, Bioenergetik und Energiearbeit. Untersucht werden soll das Zusammenspiel von Körper, Atem, Stimme, Vorstellungskraft, Sprache und Präsenz. Fitzmaurice Voicework, Tremorwork und Destructuring/Restructuring sind nach Angaben des Instituts eingetragene Marken.
Die Arbeit gliedert sich in zwei Teile. Das Destructuring soll nach Fitzmaurice übermäßige Körperspannung abbauen, besonders im Zusammenhang mit der Atmung. Dazu gehört das Tremorwork: Es werden Körperpositionen eingenommen, in denen die Muskulatur ihre Haltung nicht halten kann und unwillkürlich zu zittern beginnt. Das Restructuring soll anschließend eine physiologisch effiziente Atmung zur Unterstützung der Stimme aufbauen, ohne dass die Spontaneität verloren geht. Das Institut nennt dafür abgewandelte Belcanto-Techniken und die sogenannte „focus line“.
Fitzmaurice hat nach Angaben des Instituts die dreijährige Ausbildung an der heutigen Royal Central School of Speech and Drama in London abgeschlossen und unter anderem an der Yale School of Drama und der Juilliard School unterrichtet. Lehrende werden in einem eigenen Zertifizierungsprogramm ausgebildet. Fitzmaurice Voicework ist eine bestimmte Lehrweise innerhalb der Stimmbildung, nicht deren Oberbegriff. Mit der Linklater-Stimmarbeit teilt sie die Aufmerksamkeit für gewohnte Spannungen, unterscheidet sich aber in Begründerin, Begriffen und Arbeitsweise. Die Beschreibungen des Instituts sind Selbstdarstellungen; über eine Wirkung im Einzelfall sagt der Begriff nichts aus.

