Begriff

Wrap

Wrap bezeichnet beim Film das Ende der Aufnahmen, sowohl am Ende eines Drehtags als auch zum Abschluss der gesamten Dreharbeiten. Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel beschreibt das englische Wort als umgangssprachlichen Ausdruck unter Kameraleuten für das Ende des Arbeitstags; der Überlieferung nach geht es auf die Abkürzung „wind reel and print“ zurück. Das amerikanische Wörterbuch Dictionary.com führt als Bedeutungen den Abschluss der Aufnahmen für einen Film oder eine einzelne Szene sowie das Ende eines Arbeitstags während der Dreharbeiten.

Am Set wird der Ausdruck als Ansage gebraucht, mit der die Arbeit beendet wird; Dictionary.com nennt dafür die Wendung „That’s a wrap!“. Nach dem Kieler Lexikon sagt man „Wrap“ auch, wenn eine Aufnahme gut gelungen ist. Dem Ende der gesamten Dreharbeiten entspricht im Deutschen das Wort Drehschluss, das der Duden als „Ende der Dreharbeiten“ erklärt.

Set-Kommandos wie „Aus!“ oder „Cut“ beenden einen einzelnen Take; der Wrap schließt dagegen den Drehtag oder die Produktion insgesamt ab. Welche Szenen bis dahin entstehen sollen, legen Drehplan und Drehdisposition fest. Das Material eines Tages wird anschließend häufig als Muster gesichtet. Auch nach dem Wrap der Dreharbeiten können Aufnahmen folgen: Ein Nachdreh wird zusätzlich angesetzt, und in der Postproduktion wird das gedrehte Material weiterbearbeitet.

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