Begriff

Stimmregister

Ein Stimmregister ist ein Tonbereich der menschlichen Stimme, dessen Töne ähnlich klingen und auf ähnliche Weise entstehen. Der Duden beschreibt Register bei der Singstimme als Bereich von Tönen, die „je nach Art der Resonanz, der Schwingung o. Ä., gleiche oder ähnliche Färbung haben“. Der Ausdruck wurde in Anlehnung an die Register der Orgel auf die Stimme übertragen.

Gebräuchlich sind Bezeichnungen wie Bruststimme, auch Vollstimme oder Modalstimme, Kopfstimme und Falsett. Brust- und Kopfstimme beziehen sich auf Vibrationsempfindungen der Singenden, Voll- und Randstimme auf die schwingende Masse der Stimmlippen. Anzahl, Benennung und Abgrenzung der Register sind seit Langem umstritten: Manche Ansätze bestimmen ein Register über einen Mechanismus im Kehlkopf, andere über den gesamten Klangeindruck. In der Gesangspädagogik gilt ein unmerklicher Übergang zwischen den Registern als Ziel, der Registerausgleich; deutlich hörbare Sprünge heißen Registerbruch. Beim Jodeln ist der schnelle Wechsel dagegen künstlerisch beabsichtigt.

In der Schauspielausbildung erscheint die Registerarbeit vor allem im Gesangsunterricht, etwa als Arbeit am Registerausgleich oder als Beherrschung der Stimmregister. Eine gesangspädagogische Dissertation von 2005 ordnet die gewöhnliche Sprechstimme dem Bereich der Bruststimme zu. Vom Stimmregister zu unterscheiden sind die Stimmlage, nach der Singstimmen etwa als Sopran, Alt oder Tenor eingeteilt werden, die Stimmfarbe als klangliche Eigenart einer Stimme und die Indifferenzlage als mittlere Tonhöhe der Sprechstimme. Ein Sprachregister bezeichnet dagegen keine Stimmfunktion, sondern eine situationsabhängige Ausdrucksweise.

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