Begriff
Logline
Eine Logline ist eine sehr knappe Zusammenfassung eines Stoffes, die dessen Kern in ein oder zwei Sätzen wiedergibt. Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel beschreibt sie als in der Drehbuchtheorie verbreitete Kurzfassung eines fiktionalen oder nichtfiktionalen Textes. Neben Logline sind die Schreibweise Log Line und die Bezeichnung Plot Line gebräuchlich.
Die Logline soll eine schnelle Einschätzung eines Stoffes ermöglichen, etwa im Hinblick auf eine mögliche Verwertung. Nach dem Kieler Eintrag zur Synopse gehört sie zusammen mit einer Inhaltsangabe und einer Bewertung zur Coverage, einer Begutachtung eingereichter Texte durch Story Analysts; Coverage hat hier eine andere Bedeutung als beim Dreh. In der Drehbuchentwicklung ist sie die kürzeste Form neben ausführlicheren Papieren wie Exposé und Treatment. Von Begriffen der Drehbuchlehre wie Prämisse, Thema oder Konzept ist sie zu unterscheiden. In einem fiktiven Beispiel lautet eine Logline: „Eine junge Souffleuse muss am Premierenabend die Hauptrolle übernehmen und erfährt dabei, dass ihr Theater verkauft werden soll.“
Das Kieler Lexikon verzeichnet zwei weitere Bedeutungen: einzeilige, meist werbende Filmbeschreibungen in Programmzeitschriften, Kinoankündigungen oder Filmografien sowie Kurzbezeichnungen von Einstellungen, die beim Dreh entstehen und bis in den Schnitt als Namen dienen. Welche Bedeutung gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.

