Begriff

Treatment

Ein Treatment ist eine Vorstufe des Drehbuchs, die die Geschichte eines geplanten Films oder einer Serie in erzählender Prosa darstellt. Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel ist es meist wie eine Kurzgeschichte geschrieben und beschreibt Figuren, Handlungsverlauf und wesentliche Wendepunkte, mitunter auch die Schauplätze. Dialoge und detaillierte Szenenbeschreibungen enthält es in der Regel nicht; die wichtigsten Szenen können aber benannt und einzelne ausgeschrieben sein. Der Umfang liegt nach demselben Lexikon meist bei höchstens zehn Seiten.

Ein Treatment dient dazu, über einen Stoff mit der Produktion zu verhandeln, Änderungen abzustimmen und Darstellende für bestimmte Rollen zu gewinnen. In der Filmförderung bildet es eine eigene Entwicklungsstufe: Die Filmförderungsanstalt beschreibt in einer Präsentation zur jurybasierten Entwicklungsförderung des Bundes (Stand: 4. August 2026) die Treatmentförderung als Entwicklung von der Idee zum Treatment und die Drehbuchförderung als Weiterentwicklung des Treatments zu einer ersten Drehbuchfassung.

Die Benennungen sind nicht einheitlich. Das Kieler Lexikon verzeichnet auch einen Gebrauch von Treatment gleichbedeutend mit Exposé oder Synopse; der Duden nennt das Treatment die erste schriftliche Skizze eines Films. Nach dem Kieler Eintrag zum Exposé wird jedoch das kürzere Exposé bei Erfolg zum Treatment ausgearbeitet. Die Logline fasst einen Stoff noch knapper in ein bis zwei Sätzen zusammen. Die Drehbuchentwicklung umfasst den gesamten Weg bis zur verwendbaren Drehbuchfassung.

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