Begriff

Storyboard

Ein Storyboard ist eine comicartige Zeichnung eines Films auf Grundlage des Drehbuchs, mit mindestens einem Bild je Einstellung. So beschreibt es das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel; als seltene deutsche Bezeichnungen nennt es Papierfilm und Drehpapier. Die Deutsche Kinemathek ordnete Storyboards in ihrer Ausstellung „Zwischen Film und Kunst“ (2011) zwischen künstlerischem Entwurf und technischer Zeichnung ein.

Mit einem Storyboard lassen sich Ausstattung, Kameraposition und Tricks vor dem Dreh planen; Anschlussfehler und Achssprünge können früh erkannt werden. Neben dem Bildinhalt werden oft Toneffekte, Musik, Kamerabewegungen und Dialoge vermerkt. Storyboards dienen außerdem dazu, Projekte vorzustellen und Geldgeber zu gewinnen. Wie verbindlich sie sind, hängt von der Arbeitsweise ab: Nach dem Kieler Lexikon hatte Alfred Hitchcock die visuelle Auflösung weitgehend schon vor dem Dreh festgelegt, während andere erst beim Drehen entscheiden.

Laut Deutscher Kinemathek stammt der Begriff vermutlich aus den Walt Disney Studios, wo die Zeichnungen an Korktafeln gepinnt wurden. In Hollywood wurden Storyboards ab dem Ende der 1930er-Jahre verstärkt eingesetzt; erste Storyboards entstanden bereits in den 1920er-Jahren, unter anderem in Deutschland.

Das Storyboard plant, was im Bild zu sehen sein soll. Der Drehplan ordnet dagegen, wann und wo welche Szenen gedreht werden, und das Drehbuch beschreibt Handlung und Dialoge in Textform. Werden die Storyboard-Bilder in ihrer späteren Reihenfolge mit vorläufigem Ton verbunden, entsteht eine Animatic; digitale, oft dreidimensionale Vorabsimulationen werden als Previsualisierung bezeichnet.

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