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Rasaboxes

Rasaboxes ist eine Trainingsübung für Darstellende, die Richard Schechner entwickelt hat. Sie verbindet die Rasa-Lehre aus dem Natyashastra, einem Sanskrit-Lehrwerk über das Theater, das Bharata zugeschrieben wird, mit körperlicher und stimmlicher Arbeit am Ausdruck von Emotionen. Der Name bezieht sich auf die rechteckigen Felder, die für die Übung auf dem Boden markiert werden.

Mit Klebeband entsteht auf dem Boden ein Raster aus Feldern. Acht davon stehen für die acht Rasas der Sanskrit-Theorie: Staunen, Liebe, Furcht, Ekel, Mut, Lachen, Trauer und Wut. Das Feld in der Mitte bleibt leer; es steht für Shanta, einen Zustand des Friedens. Nach einer Dokumentation der New York University aus dem Jahr 2003 schreiben und zeichnen die Teilnehmenden zunächst Wörter und Bilder in die Felder. Anschließend bewegen sie sich darin, springen von einem Gefühlszustand zum nächsten und treten teilweise miteinander in Beziehung. Die Übung greift auch Antonin Artauds Bild des Schauspielers als Athlet der Gefühle auf.

Ein 2023 bei Routledge erschienenes Quellenbuch, herausgegeben von Rachel Bowditch, Paula Murray Cole und Michele Minnick, beschreibt Rasaboxes als fächerübergreifenden Ansatz für das Training emotionaler Ausdrucksfähigkeit mit Atem, Körper, Stimme und Bewegung. Genannt werden Anwendungen in der Schauspielausbildung, in der Schule und in der Dramatherapie. Rasaboxes ist eine Übungsform und keine vollständige Schauspielmethode; über ihre Wirkung im Einzelfall sagt der Begriff nichts aus.

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