Begriff
Drehplan
Ein Drehplan ist der Zeitplan der Dreharbeiten einer Film- oder Fernsehproduktion. Er legt fest, welche Szenen an welchem Drehtag und an welchem Motiv gedreht werden, und verzeichnet die dafür benötigten Darstellenden, Dekorationen und weiteren Anforderungen. Im Englischen wird er als Shooting Schedule bezeichnet.
Die Reihenfolge richtet sich meist nach organisatorischen Gesichtspunkten und nicht nach dem Verlauf der erzählten Geschichte. Szenen, die am selben Ort spielen, werden häufig zusammengelegt; auch die Verfügbarkeit von Motiven und Darstellenden bestimmt die Planung. So sollen Personal und Technik gebündelt und Wartezeiten verringert werden. An der Erstellung sind in der Regel Produktion, Aufnahmeleitung und Regie beteiligt. In einem fiktiven Beispiel werden Anfangs- und Schlussszene eines Films am selben Tag gedreht, weil beide in derselben Wohnung spielen.
Weil Szenen dadurch oft nicht in ihrer späteren Reihenfolge entstehen, gewinnt die Arbeit von Script/Continuity an Bedeutung. Die Drehdisposition konkretisiert den Plan für einen einzelnen Drehtag mit genauen Zeiten und Treffpunkten. Der Drehplan umfasst dagegen den gesamten Drehzeitraum und kann im Verlauf einer Produktion angepasst werden. Das Drehbuch beschreibt die erzählte Handlung und die Dialoge; der Drehplan ordnet ihre Aufnahme.

