Begriff

Staatliche Schauspielschule

Als staatliche Schauspielschule wird umgangssprachlich eine öffentlich getragene Ausbildungsstätte für den Schauspielberuf bezeichnet. Gemeint sind vor allem Schauspielstudiengänge an staatlichen Kunst-, Musik- und Theaterhochschulen. Dazu gezählt werden auch städtisch getragene Institute wie die Otto-Falckenberg-Schule, die Fachakademie für darstellende Kunst der Landeshauptstadt München. Im deutschsprachigen Raum arbeiten solche Ausbildungsstätten in der Ständigen Konferenz Schauspielausbildung (SKS) zusammen, die die Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst als Arbeitsgemeinschaft der staatlichen oder städtischen Ausbildungsinstitute beschreibt.

Aufgenommen wird über eine künstlerische Eignungsprüfung, die meist in mehreren Runden stattfindet und für die in der Regel vorbereitete Rollen verlangt werden. Abschluss, Dauer und Voraussetzungen legt jede Hochschule selbst fest. Die Frankfurter Hochschule etwa führt Schauspiel als Bachelor of Arts mit acht Semestern; eine fehlende Hochschulzugangsberechtigung kann dort durch hervorragende künstlerische Begabung in der Eignungsprüfung ersetzt werden. Da die Ausbildung öffentlich finanziert ist, fällt gewöhnlich ein Semesterbeitrag statt eines Schulgelds an. Abschlussjahrgänge stellen sich unter anderem in den Zentralen Vorspielen der SKS vor.

Private Schauspielschulen stehen dagegen in freier Trägerschaft. Das Berufsinformationsportal BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit unterscheidet neben dem Studium an Hochschulen eine schulische Ausbildung an Berufsfachschulen, die zu einer staatlichen Abschlussprüfung führt, sowie Ausbildungen nach internen Regelungen der jeweiligen Einrichtung. Eine staatliche Anerkennung macht eine private Schule nicht zu einer staatlichen. Die Bezeichnung „staatlich“ beschreibt die Trägerschaft, keine Rangfolge der Ausbildungsqualität.

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