Begriff

Nachdreh

Ein Nachdreh ist die Aufnahme von Szenen oder einzelnen Einstellungen, nachdem die eigentlichen Dreharbeiten einer Film- oder Fernsehproduktion bereits abgeschlossen sind. Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel nennt als englische Entsprechungen pick-up und pickup shot.

Als Anlässe führt das Kieler Lexikon unter anderem eine Aufnahme an, die sich als unbrauchbar erweist, ein zusätzliches Bild, das einen Zusammenhang erklären soll, sowie die Erweiterung von Szenen oder ergänzte Nebenhandlungen. Weil Darstellende, Kostüm, Maske und Drehort dafür erneut zusammenkommen, kann die Anschlusskontinuität besondere Bedeutung gewinnen.

Für Darstellende ist ein Nachdreh auch eine Vertragsfrage. Nach dem Schauspieltarifvertrag in der Neufassung vom 18. Dezember 2024 kann der Filmhersteller innerhalb der Vertragszeit Drehtage verschieben oder zusätzliche Drehtage ansetzen. Ob ein Nachdreh außerhalb dieses Zeitraums geschuldet ist und wie er vergütet wird, ergibt sich aus der jeweiligen Vereinbarung.

Ein weiterer Take entsteht dagegen während der laufenden Dreharbeiten, wenn eine Einstellung erneut aufgenommen wird. Bei der Nachsynchronisation werden nach dem Dreh Dialoge im Studio neu eingesprochen, ohne dass neue Bilder entstehen. Der Drehplan ordnet die vorgesehenen Drehtage; ein Nachdreh wird zusätzlich angesetzt.

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