Begriff

Dialogbuch (Synchronbuch)

Ein Dialogbuch, auch Synchronbuch genannt, ist die Textvorlage für die Synchronisation eines Films oder einer Serie in eine andere Sprache. Es enthält die übersetzten Dialoge in einer Fassung, die zur Dauer der Sprechphasen und zu den sichtbaren Mundbewegungen des Originals passt. Wer es verfasst, wird als Dialogbuchautorin oder Dialogbuchautor bezeichnet, auch als Synchronbuchautor.

Nach dem Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel entsteht das Synchronbuch in zwei Schritten: Zunächst wird der Text dem Sinn nach übersetzt, danach möglichst genau an die Lippenbewegungen der Figuren angepasst. Das Lexikon merkt an, dass viele deutsche Dialogbuchautoren bei englischsprachigen Vorlagen inzwischen ohne Rohübersetzung arbeiten. Ein weiterer Eintrag beschreibt das Ziel, die Silbenstruktur des Originals möglichst zu erhalten und typische Mundöffnungen zu berücksichtigen; Bedeutungsverschiebungen lassen sich dabei nicht immer vermeiden. Für die Aufnahme wird der Text in kurze Abschnitte gegliedert, die beim Synchronisieren Takes heißen.

Das Dialogbuch ist von der Arbeit am Mikrofon zu unterscheiden: Synchronsprecherinnen und Synchronsprecher setzen den Text schauspielerisch um, die Synchronregie begleitet ihre Interpretation. Lippensynchronität bezeichnet die Abstimmung des Gesprochenen mit dem Bild; das Dialogbuch bereitet sie sprachlich vor. Bei der Nachsynchronisation werden dagegen Dialoge in der Sprache der Produktion neu aufgenommen, häufig von den Darstellenden selbst.

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