Begriff

Visuelle Effekte (VFX / CGI)

Visuelle Effekte, abgekürzt VFX, sind Bildeffekte in Film und Fernsehen, die mit fotografischen und zunehmend digitalen Verfahren hergestellt werden. Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel ordnet sie den Filmtricks zu und nennt als Verfahren das Zusammenfügen mehrerer Aufnahmen, die Arbeit mit Masken, die Bewegungssynthese im Einzelbildverfahren und am Rechner erzeugte Bilder. Das Kürzel lehnt sich an SFX für Special Effects an.

CGI steht für Computer Generated Imagery, also am Rechner erzeugte Bilder. Nach dem Kieler Lexikon werden damit Spezialeffekte hergestellt oder verstärkt sowie neue Bilder, Bildebenen und Hintergründe geschaffen, etwa dreidimensionale Grafiken. CGI ist damit ein Teil der visuellen Effekte, nicht ihr Oberbegriff. Beim Compositing werden Bildteile unterschiedlicher Herkunft zu einem Bild zusammengefügt; im Digitalen dient es häufig dazu, am Rechner erzeugtes Material in Realaufnahmen einzubinden.

Von visuellen Effekten zu unterscheiden sind Effekte, die vor der Kamera entstehen. Das Kieler Lexikon nennt dafür Beispiele wie künstlichen Nebel, Pyrotechnik und Modellaufnahmen. Ein Greenscreen ist ein Aufnahmeverfahren, das den späteren Austausch des Hintergrunds vorbereitet; der Austausch selbst ist ein visueller Effekt. Solche Arbeiten fallen vor allem in die Postproduktion. Bei einer virtuellen Produktion mit LED-Wand entsteht ein Teil der Effekte dagegen bereits während der Aufnahme. Nicht jede Bearbeitung mit visuellen Effekten ist ein Deepfake.

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