Begriff

Probeaufnahme

Eine Probeaufnahme ist eine vorab gedrehte Testaufnahme. Im Casting zeigen Bewerberinnen und Bewerber dabei Sprech- und Aktionsproben für eine Rolle vor der Kamera; heute entstehen solche Aufnahmen meist als Videoaufzeichnung. Der englische Ausdruck lautet Screen Test.

Das Lexikon der Filmbegriffe der Universität Kiel nennt drei Funktionen: die Prüfung, ob Darstellende zu einer Rolle passen, den probeweisen Dreh komplizierter Szenen, um deren Auflösung und Choreografie zu überprüfen, und den Test von Masken vor ihrem Einsatz. Im Casting dienen Probeaufnahmen danach vor allem Nachwuchsdarstellenden, sie werden aber auch mit erfahrenen Darstellenden gemacht. Der Schauspieltarifvertrag zählt die Teilnahme an Probeaufnahmen, die der Besetzung anderer Rollen derselben Produktion dienen, als Castinghilfe zu den Zusatzdiensten von Schauspielenden.

Ein Self-Tape nehmen Darstellende selbst auf und senden es ein; Video-Casting bezeichnet das Auswahlverfahren, in dem solche Aufnahmen gesichtet werden. Eine Probeaufnahme kann dagegen an einem von Produktion oder Casting angesetzten Termin entstehen; bei Szenen- und Maskentests gehört sie zur Vorbereitung der Dreharbeiten. Ein Callback ist die erneute Einladung nach einer ersten Auswahlrunde und kann eine Probeaufnahme einschließen, ist aber selbst noch keine Besetzungszusage.

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